Die Arbeitsplatte – Zentraler Mittelpunkt beim Kochen

Gemüse schneiden, Fisch filetieren, Salat putzen… die Liste ließe sich beliebig erweitern. In der Küche ist immer was zu tun. Und damit das zügig und sauber von der Hand geht, braucht man vor allem eine gute Arbeitsfläche mit viel Platz.

Die Arbeitsplatte einer Küche muss schon eine Menge aushalten können. Feuchtigkeit sollte ihr keinesfalls etwas ausmachen. Egal, ob es sich um Wasser, Gemüse- oder Obstsaft handelt. Auch Öl und Essig sollte sie vertragen. Und sie darf sich auf keinen Fall verfärben, selbst dann nicht, wenn Rote Beete eine Weile herumliegen.

Mit der Beständigkeit gegenüber Flüssigkeiten ist es aber noch längst nicht getan. Eine gute Arbeitsplatte sollte es auch nicht übel nehmen, wenn etwas Heißes auf ihr abgestellt wird. Und sie sollte auch nach langem Gebrauch nicht zerkratzen und gegen Schneidwerkzeuge weitgehend immun sein, denn in der Küche wird viel mit dem Messer hantiert.

Für die Hygiene ist es von großer Bedeutung, dass die Oberfläche keine organischen Substanzen absorbiert, damit Keimbildung vollständig ausgeschlossen ist. Das Material muss schnell und einfach zu reinigen sein und Aromen dürfen natürlich auch nicht ausdünsten oder gar auf Speisen übertragen werden.

Soviel zu den Anforderungen in der täglichen Praxis. Doch das reicht bei weitem noch nicht aus. Das Material muss passgenau zugeschnitten werden können, damit Spülbecken, Kochfelder und eventuelle Leitungsdurchführungen exakt eingepasst werden können. Die Anforderungen sind also enorm. Dennoch gibt es heute eine große Auswahl an attraktiven Oberflächen. Schließlich soll das Ganze auch noch gut aussehen.

Je nach Material sind zum passgenauen Einbau Lösungen über Eck sowie Abschrägungen und Rundungen möglich. Kanten werden häufig durch Leisten aus Metall optisch hervorgehoben.

Platten aus Massivholz überzeugen durch eine warme, angenehme Optik. Hinsichtlich der Belastbarkeit muss man jedoch Einschränkungen hinnehmen. Holz ist nicht hundertprozentig kratz- und schnittfest und kann starke Hitze nur bedingt ertragen. Außerdem muss die Oberfläche von Zeit zu Zeit gewachst werden, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann, die Flecken verursachen könnte. Ein wenig haltbarer sind Platten aus verleimten Stirnholz, Dabei blickt man nicht seitlich, sondern senkrecht auf die Maserung. Deren Herstellung ist allerdings wesentlich aufwendiger. Arbeitsflächen aus Holz können, ähnlich wie Parkettböden, nach längerem Gebrauch abgeschliffen werden, um sie wieder ansehnlich zu machen.

Natursteinplatten sind sehr widerstandsfähig. Um Schnitte, Kratzer oder Hitze muss man sich keine Sorgen machen. Besonders beliebt ist Granit. Der meist dunkle Stein bildet optisch einen attraktiven Kontrast zur natürlichen Farbvielfalt der Lebensmittel. Stein hat allerdings ein hohes Gewicht. Die maßgenaue Anfertigung ist aufwendig und entsprechend teuer.

Edelstahlplatten sind in der Profigastronomie weit verbreitet. Manche bevorzugen sie auch im privaten Einsatz, da sie mit modernen Küchen optisch gut harmonieren. Sie lassen sich hervorragend sauber halten, können Hitze gut vertragen, neigen aber zum Verkratzen.

Schichtstoffplatten gehören zu den verbreitetsten Küchenarbeitsflächen. Ihr Kern besteht aus einer kräftigen Spanplatte. Diese ist mit einer Schicht aus Hochdrucklaminat übermantelt. Diese Bauweise wird im Fachhandel oft als „HPL-Platte“ bezeichnet. Die Oberflächen sind verhältnismäßig resistent, sowohl gegenüber physischen, als auch chemischen Beanspruchungen. Die Hitze- und Schnittbeständigkeit kann eingeschränkt sein. Sie lassen sich gut auf jedes Maß zuschneiden. Die Reinigung des Laminats ist unkompliziert. Die optische Vielfalt ist enorm, so dass für jede Küche ein passendes Design dabei ist.  HPL-Platten werden in großen Stückzahlen hergestellt. Dadurch sind sie auch preislich attraktiv.

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