Schön sieht sie nicht mehr aus, die alte Küche. Doch alles funktioniert tadellos und erfüllt nach wie vor seinen Zweck. Wär‘ doch schade, sich davon zu trennen. Zumal eine neue Kücheneinrichtung schnell fünfstellige Beträge verschlingen kann. Mit einigen kleinen Tricks kann man der alten Kücheneinrichtung ein moderates Lifting verpassen. So wirkt sie optisch wieder etwas zeitgemäßer, ohne gleich Unsummen zu verschlingen.

In Mietwohnungen sollten Veränderungen zunächst mit dem Vermieter abgesprochen und die Vereinbarung möglichst schriftlich fixiert werden. Andernfalls riskiert man beim späteren Auszug Schwierigkeiten, wenn der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden soll. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, ausgewechselte Teile zur Sicherheit aufzubewahren.

 

Da wären zunächst einmal die Wandfliesen. Sie sind im Grunde unverwüstlich und können noch Jahrzehnte überdauern. Jedoch gefällt die Farbe nicht mehr. Sie auszuwechseln erfordert normalerweise viel Aufwand. Erhebliche Teile der Kücheneinrichtung müssten demontiert werden und es entsteht viel Dreck. Eine günstige Alternative ist ein Anstrich. Dafür gibt es im Handel spezielle Fliesenfarbe. Zunächst wird eine Grundierung aufgebracht. Anschließend können die Fliesen in der neuen Wunschfarbe lackiert werden. Eine weitere Möglichkeit bietet die Verkleidung der gefliesten Fläche mit modernen Platten aus Sicherheitsglas, Plexiglas, Edelstahl oder Holz. Farblich abgetönte Milchglasscheiben wirken beispielsweise sehr modern und lassen sich gut sauber halten.

 

Der Boden kann durch Laminat aufgefrischt werden. Das kann in vielen Fällen auf dem bestehenden Untergrund verlegt werden, ohne gleich den ganzen Estrich rausreißen zu müssen. Werden gleichzeitig elektrische Geräte ausgewechselt, möglicherweise ein neues Kochfeld montiert, so bietet sich die Gelegenheit, die Arbeitsplatte auszuwechseln. Schon durch eine modernisierte Arbeitsfläche läßt sich optisch eine Menge gewinnen. Hartfaserplatten und Hölzer können versierte Heimwerker selbst zuschneiden. Bei Steinplatten oder Mineralwerkstoffen sollte man sich aber besser der Hilfe von Profis versichern.

 

Die Türen der Küchenschränke können gegen neue ausgewechselt werden, ohne dafür die gesamte Regalstruktur aufgeben zu müssen. Es reicht vielfach sogar aus, die Fronten neu zu streichen. Neben Holz hat man es hier häufig mit glatten Flächen aus Resopal zu tun. Resopal ist aus Melaminharzen hergestellt. Auch für diese Melaminoberflächen bietet der Handel exakt abgestimmte Speziallacke an. Zuvor muss der glatte Untergrund sanft aufgerauht und eine passende Grundierung aufgetragen werden.

 

Das Edelstahl-Spülbecken glänzt wie neu, wenn man es sorgfältig entkalkt und mit Chrompolitur auf Hochglanz bringt. Für ein moderneres Aussehen reicht oft schon der Austausch der Armaturen. Auch Emailoberflächen können poliert werden und für die Ausbesserung abgestoßener Stellen in Emailbecken gibt es Reparaturstifte mit speziellem Emaillack.

 

Vielleicht kommt noch eine waagerecht montierte Stange hinzu, an der einige besonders attraktive Geräte wie Schöpfkellen oder Käsereibe aufgehängt werden können sowie ein neues Rollo oder eine Jalousie und schon hat die alte Küche wieder ein frisches Gesicht.