Wohin soll der Backofen? Was tun, damit man nicht über die offene Klappe des Geschirrspülers stolpert? Ist in der Ecke noch genug Platz für die Popcorn-Maschine? Stört die Abzugshaube neben der Spüle?

Bei der Planung einer neuen Kücheneinrichtung tauchen viele solche Fragen auf und immer wieder wird der Zeichenstift gezückt, denn jeder hat ganz individuelle Vorstellungen von seiner Traumküche. Geräte werden neu angeordnet, bis alles schließlich am richtigen Platz ist.

Bevor es losgehen kann, sind zunächst einmal die genauen Raummaße erforderlich. Dabei kommt es auf jeden Zentimeter an, damit später auch alles passt. Nichts wäre ärgerlicher, als wenn der neue Backofen nicht hineinpasst, weil man sich um zwei winzige Zentimeter geirrt hat. Entscheidend ist auch, wo Wasseranschlüsse und -abflüsse möglich sind. Ebenso spielt die Stromversorgung eine Rolle. Dadurch ergeben sich für einige Geräte schon bestimmte Positionen.

Um die Vorarbeit zu erleichtern, gibt es verschiedene Planungshilfen für den PC. Dabei kann man zwei Hauptgruppen unterscheiden:

  1. Software-basierte Planungshilfen – Dabei wird zunächst eine Software geladen, die Planung kann dann offline auf dem eigenen Rechner erfolgen.
  2. Online-basierte Planungshilfen – Hierbei nutzt man Web-Plattformen, auf denen die Küche Schritt für Schritt entsteht.

1. Beispiele für Küchenplaner mit Software zum Herunterladen

Hersteller Alno hat mit seinem Küchenplaner eine sehr ausgeklügelte Software entwickelt, die einiges kann und sogar 3D-Darstellungen ermöglicht. Erforderlich ist allerdings auch eine gute PC-Ausstattung, das betrifft besonders die Grafikkarte und die Geschwindigkeit des Rechners.

Bei IKEA ist die selbstgemachte Küchenplanung gewissermaßen Pflicht. Schließlich hat das Möbelhaus seine Kunden über Jahrzehnte dazu erzogen, die Möbel auch selbst zusammenzuschrauben. Die Software bietet die Möglichkeit, die Küche auch in einer 3D-Darstellung zu betrachten. Dabei kann man zum Grundriss wechseln, um Änderungen einzugeben, die Ansicht wird dann angepasst.

2. Beispiele für Online-Küchenplaner

Der musterhaus 3D-Küchenplaner basiert auf der Programmiersprache Java und kann sofort im Browser online gestartet werden, ohne dass dafür eine Software geladen werden muss. Die Küche kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Eine integrierte Hilfe-Funktion sorgt für leichtes Navigieren. Bei Fragen kann man sich direkt an Spezialisten wenden.

Der Planer von Nolte Küchen führt über mehrere Etappen. Zunächst werden die Maße im Küchenplaner zusammengestellt. Im Konfigurator können dann Oberflächen, Farben und Griffe ausgesucht werden. Der Panorama-Loader ermöglicht schließlich eine 3D-Rundumsicht. Auf Wunsch können die Daten online gespeichert werden.

Ganz gleich, ob man eine Planungs-Software lädt oder lieber online plant, sollte man ausreichend Zeit dafür einplanen. Küchenplanung ist auch am Bildschirm nicht im Handumdrehen zu machen. Und eventuelle Fehler lassen sich später beim Einbau nur schwer korrigieren.

Da die Systeme in erster Linie zur kompletten Neueinrichtung vorgesehen sind, lassen sich vorwiegend die Teile integrieren, die vom jeweiligen Hersteller aktuell angeboten werden. Wer bereits vorhandene Möbel oder Geräte einfügen möchte, kann Komponenten mit gleichartigen Maßen als Platzhalter einfügen.

Selbstverständlich verpflichtet die Verwendung eines Küchenplaners nicht zum Kauf. Die  Systeme sehen jedoch zum Teil bereits vor, dass Daten übermittelt werden. Das kann für ein nachfolgendes Beratungsgespräch durchaus hilfreich sein. Beim musterhaus Planer werden die Daten an eines der Fachgeschäfte weitergeleitet, bei IKEA besteht die Option, die Daten dort zu speichern, um sie später im Möbelhaus wieder abrufen zu können.